"Jede Frau muss in sich den mächtigen Trieb nach Freiheit finden und streben..." - Solche revolutionären Gedanken hielt der bekannte Skipionier Mathias Zdarsky schon 1896 in seinem Buch übers Skifahren fest. Bis diese Auffassung breitere gesellschaftliche Akzeptanz fand, gingen allerdings noch viele Jahre ins Land.
Natürlich mussten die Frauen auch beim Skisport so manche Hürde nehmen. Die Ausstellung erinnert an die Anfänge des Frauenskisports und widmet sich der Entwicklung des Skifahrens zum Breitensport Mitte des 20. Jahrhunderts. Exponate aus dem 19. Jahrhundert wie drei Meter lange Holzski oder die einfachen Fassdauben-Skier der Einheimischen führen die Ausstellungsbesucher in eine Zeit zurück, in der Skifahren noch ein wahres Abenteuer war. Historische Graphiken, Fotos, Karikaturen und Werbeplakate zeigen Skifahrerinnen im Rock, eine Hörstation lässt die heiße Debatte um die Hose für die Dame wieder aufleben.
Die Entdeckung des Skifahrens als Freizeitvergnügen zog eine Reihe von Erfindungen nach sich. Kürzere Skier, verschiedene Bindungen und Schuhe: wer dem neuen Wintersport verfallen war, brauchte entsprechende Ausrüstung. Die Schau zeigt neben historischen Skiern und Schuhen auch einen spannenden Querschnitt an Kleidung und Accessoires. Neben prominenten Freizeit-Skifahrerinnen wie Kronprinzessin Cäcilie wird natürlich auch an deutsche Rennfahrerinnen erinnert: Sportlerinnen wie Christel Cranz, Käthe Grasegger und Mirl sind noch heute für ihre Spitzenleistungen im Skisport weltberühmt. Die Ausstellung dokumentiert ihre größten Erfolge und lässt sie in Interviews zu Wort kommen.
"Abgefahren! Frauen auf Skiern" entstand in Zusammenarbeit mit der FIS ALPINE SKI-WM 2011 und war mit großem Erfolg bis März 2011 im Museum Aschenbrenner in Garmisch-Partenkirchen zu sehen.
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